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Drohnenaufnahmen beim Immobilienverkauf: Lohnt sich das?
Wissen 16. Feb 2026 | 6 Min Lesezeit

Drohnenaufnahmen beim Immobilienverkauf: Lohnt sich das?

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Patrick Atzor

Immobilienmakler IVD · 16. Feb 2026

Drohnenaufnahmen haben die Immobilienvermarktung revolutioniert. Luftbilder zeigen Grundstück, Umgebung und Nachbarschaft aus einer völlig neuen Perspektive. Doch wann lohnt sich der Einsatz, und was müssen Sie rechtlich beachten?

Vorteile von Drohnenaufnahmen

Professionelle Luftbilder bieten mehrere Vorteile gegenüber klassischen Immobilienfotos:

  • Grundstücksüberblick: Größe, Zuschnitt und Bebauung werden sofort sichtbar
  • Umgebung zeigen: Nähe zu Grünflächen, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten
  • Exklusivität: Drohnenfotos heben Ihr Exposé von der Masse ab
  • Emotionale Wirkung: Luftbilder bei Sonnenuntergang schaffen einen Premium-Eindruck
  • Dachzustand: Käufer sehen den Zustand des Daches ohne Begehung
Immobilieninserate mit Drohnenfotos erhalten laut Studien bis zu 70 Prozent mehr Anfragen als vergleichbare Inserate ohne Luftbilder.

Wann lohnt sich der Einsatz?

Drohnenaufnahmen sind besonders sinnvoll bei:

  • Einfamilienhäusern mit großem Grundstück: Der Gartenbereich kommt erst von oben richtig zur Geltung
  • Immobilien in attraktiver Lage: Waldrand, Seenähe, Panoramablick
  • Mehrfamilienhäusern: Gesamtanlage und Parkplätze werden übersichtlich dargestellt
  • Gewerbeimmobilien: Lagerhallen, Betriebsgelände, Zufahrtswege
  • Neubauprojekten: Baufortschritt und Umgebung dokumentieren

Weniger sinnvoll sind Drohnenaufnahmen bei Eigentumswohnungen in Mehrparteienhäusern oder bei Objekten in dichter Innenstadtbebauung.

Was kosten Drohnenaufnahmen?

  • Einzelne Luftbilder: 150 bis 300 Euro (5 bis 10 bearbeitete Fotos)
  • Drohnen-Video: 300 bis 600 Euro (60 bis 90 Sekunden, geschnitten)
  • Kombi-Paket (Fotos + Video): 400 bis 800 Euro
  • 360-Grad Luftpanorama: Ab 250 Euro

Die Kosten amortisieren sich schnell: Wenn die Drohnenaufnahmen zu einem auch nur 1 Prozent höheren Verkaufspreis beitragen, hat sich die Investition bei einer 300.000-Euro-Immobilie um das Zehnfache gerechnet.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Drohnenflüge unterliegen strengen Vorschriften:

  • EU-Drohnenverordnung: Registrierung und Führerschein (A1/A3 oder A2) erforderlich
  • Flugverbotszonen: Nahe Flughäfen, Krankenhäusern, Naturschutzgebieten
  • Datenschutz: Nachbargrundstücke dürfen nicht erkennbar aufgenommen werden
  • Maximale Flughöhe: 120 Meter über Grund (in der offenen Kategorie)
  • Versicherungspflicht: Haftpflichtversicherung für Drohnen ist Pflicht

Ein professioneller Drohnenpilot kennt diese Vorschriften und kümmert sich um alle Genehmigungen.

Kombination mit anderen Medien

Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie Drohnenaufnahmen mit weiteren Medien kombinieren:

Häufige Fragen

Brauche ich eine Genehmigung für Drohnenaufnahmen?

Der Drohnenpilot muss registriert sein und einen Führerschein besitzen. In manchen Gebieten sind zusätzliche Genehmigungen nötig. Ein professioneller Anbieter kümmert sich darum.

Darf ich Drohnenbilder für mein Immobilieninserat verwenden?

Ja, solange keine Personen erkennbar sind und Nachbargrundstücke nicht gezielt abgebildet werden.

Zu welcher Jahreszeit sind Drohnenaufnahmen am besten?

Frühling und Sommer bieten die besten Bedingungen: Grüne Gärten, lange Tage und weiches Licht. Informieren Sie sich auch über die beste Zeit für den Immobilienverkauf.

Interesse an professionellen Drohnenaufnahmen für Ihre Immobilie? Sprechen Sie uns an.

PA

Über den Autor

Patrick Atzor

IVD-zertifizierter Immobilienmakler mit vielen Jahren Erfahrung in Fulda und Travemünde. Spezialisiert auf Wohnimmobilien, Bewertung und individuelle Beratung.

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